DOPPLER, 2014
STEIGER, 2013
TEREM , 2012
ALL YOU CAN FUCK, 2012
UNITED COLORS, 2011
BOWLING ALONE, 2011
HEUTE BIN ICH DEIN FREUND, 2011
MYSPACE, 2010
EIGENTLICH, 2010
HEUTE BIN ICH DEIN FREUND, 2010
HEUTE BIN ICH DEIN FREUND, 2009
PLANETENGETRIEBE, 2009
50x70, 2009
ALL BY MYSELF, 2008
TODAY, I AM YOUR FRIEND (2), 2008
NEW FOLKSONNE, 2008
NEUN ROSEN UND EIN LUDER, 2008
KINGS & QUEENS - 12 Portraits, 2007
HEUTE BIN ICH DEIN FREUND (1), 2006
PARADISE IS WAITING, 2002
REVOLVER, 1999
TACET, 1997
NEUN ROSEN UND EIN LUDER, 2008









Wandarbeit: Holz, Pappe, Leuchtstoffelement, Zünder, Drossel, Kabel

Der Stammtisch ist der Ort eines Wirtshauses, der ausgewählten Gästen vorbehalten ist. Dort Platz zu nehmen darf man nur, wenn man von den dort Sitzenden, den Stammtischgästen oder durch die Wirtsleute selber eingeladen wird. Auf alle Fälle ist dieser Moment nicht kalkulierbar.

An dem Stammtisch hängen auch Trophäen, regional unterschiedlich. Beliebt ist das Geweih eines Junghirsches, auf ein Holzschild genagelt, oder Schützenscheiben, die an die jährlich stattfindenden Schießwettstreite erinnern. Die Wandarbeit thematisiert diesen Ort, dessen Symbolik sich auch in privaten Räumen wieder findet, dort aber als reine Zierde bedeutungslos wird.
Aus Respekt vor dem Tier und auch aus Furcht vor deren Geist benutzen die Jäger andere Ausdrücke, so heißt das noch nicht durchgebrochene Geweih „Rose“ und eine Falle „Luder“.
Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die Wandelemente von „Neun Rosen und ein Luder“ als gefakte Jagdtrophäen: Das Geweih ist eine aufgeschnittene Kloopapierrolle. Das Ende greift die Form einer offenen Regenrinne auf, eine beliebte Verschnörkelung, wie man sie bei besonders pseudo-urigen Einfamilienhäusern im Voralpengebiet antrifft.
Die Gestalt des „Luders“ entspricht formal einer Schützenscheibe. Hier besteht sie aus einem handelsüblichen Leuchtstoffring, der auf Fichtenholz montiert ist und mit einer runden Spanplatte halb verdeckt wird. Die Technik zum Betrieb eines Leuchtstoffelementes – Zünder und Drossel – in der Regel nicht frei zugänglich, wird offen verkabelt an der Wand fixiert.
© maximilian erbacher, 2008



                     
 
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